Kürzungen im Gebäudesanierungsprogramm, Interview mit Hermann W. Brennecke, Vize-Präsident der VdZ
Dem Aufschwung, der sich nun auch in unserer Branche entwickeln könnte, wird der konjunkturelle Nährboden jäh entzogen. Durch die Kurzfristigkeit dieser Entscheidung sind existierende Planungen von Verbrauchern und Unternehmen zunichte gemacht.
Mit welchen marktrelevanten Auswirkungen rechnen Sie mittelfristig?
Positive Signale aus der Politik, die Gebäudesanierung aus ihrem Schattendasein zu heben, sehen anders aus. Dabei wäre die Unterstützung der Politik unbedingt notwendig, um den Modernisierungsstau abbauen zu können. Denn die z. T. sehr veralteten Heizungsanlagen, Heizungspumpen und Regeltechnik müssen unbedingt ausgetauscht werden, sonst rücken die Klimaziele der Bundesregierung in weite Ferne. Auch negative Auswirkungen auf die Beschäftigungszahlen in unserer Branche sind dann nicht auszuschließen.
Welche Alternativen sehen Sie als Branche?
Als Branche verfügen wir über Prüf- und Checkverfahren sowie die entsprechende Heizungs- und Gebäudetechnik, um für alle Beteiligten spürbar etwas zu bewegen. Hier sind wir auch aktiv. Aber Hausbesitzer, Mieter – und auch die vor allem mittelständisch geprägten Unternehmen in unserer Branche – brauchen dringend eine nachhaltige Förderpolitik, die psychologische und finanzielle Anreize schafft, Planbarkeit mit sich bringt, und in der Praxis leicht umsetzbar ist. Das Marktanreizprogramm (BAFA) und die KfW-Programme oder steuerliche Vorteile für Investoren sind daher unverzichtbar. Denn eines ist klar: Investitionen in unsere Gebäude sind Investitionen in die Zukunft, die sich jetzt schon z. B. über das Steueraufkommen refinanzieren.


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