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Pressemitteilungen

Geschäftsklima der Haus- und Gebäudetechnik stagniert auf niedrigem Niveau

Ergebnisse des SHK-Konjunkturbarometers für das 2. Quartal 2025

Berlin/Bonn, den 29.08.2025. Nach sechs Quartalen im negativen Bereich verzeichnete das Geschäftsklima der Haus- und Gebäudetechnik im 1. Quartal 2025 erstmals wieder einen positiven Wert von +1 Punkten auf der Skala von -100 bis +100. Das Geschäftsklima verharrt im zweiten Quartal 2025 mit +1 auf niedrigem Niveau. Zwar bleibt eine erneute Verbesserung aus, doch die Branchenstimmung hat sich stabilisiert.

Die aktuelle Geschäftslage wird von allen Vertriebsstufen und Produktgruppen weiterhin leicht positiv wahrgenommen. Der Wert liegt im 2. Quartal 2025 bei +3. Die Erwartungen für das folgende Quartal sind dagegen erneut leicht negativ. Dies ergibt führt zu einem Geschäftsklima von +1 Punkten.

Blick in die Vertriebsstufen  

Die installierenden Unternehmen bewerten die Lage deutlich besser als der Durchschnitt. Das Geschäftsklima liegt hier bei +17 Punkten. Trotz der konjunkturellen Abschwächung bei Neubau- und Sanierungsprojekten weisen die installierenden Unternehmen eine stabil positives Geschäftsklima aus. Die Industrie meldet mit +11 Punkten ebenfalls einen positiven, aber etwas schwächeren Wert. Besonders verhalten fällt die Einschätzung der Großhändler aus: Ihr Geschäftsklima liegt bei -24 Punkten.

Unterschiede bei den Produktgruppen

Zwischen den drei Produktbereichen zeigt sich eine unterschiedliche Entwicklung.

  • Sanitär: Bereits seit 2022 negativ, erreichte der Bereich Ende 2023 seinen Tiefpunkt. Seit drei Quartalen liegt das Geschäftsklima aber wieder stabil im positiven Bereich (+6).
  • Heizung: Nachfragerückgänge machten sich später bemerkbar, aber das Geschäftsklima ist auch im 2. Quartal 2025 noch im Minus (-10).
  • Lüftung/Klima: Seit 2024 ebenfalls rückläufig, inzwischen wieder leicht im positiven Bereich (+2).

Ausblick für den weiteren Jahresverlauf

Die Erwartungen des Wirtschaftsbereichs an das 3. Quartal 2025 bleiben mit -1 negativ. Erste positive Impulse kommen aus dem Gebäudebestand, vor allem durch Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen. Der Neubau zeigt sich dagegen weiterhin schwach. Im 1. Halbjahr 2025 gingen die Fertigstellungen im Neubau zurück. Bei den Baugenehmigungen im Wohnbau zeichnet sich zwar erstmals seit langem eine leichte Trendwende ab, die Gesamtzahlen bleiben jedoch niedrig.
Die Prognosen von B+L gehen für 2026 von steigender Nachfrage im Neubau und in der Sanierung aus. Das dürfte sich positiv auf die Haus- und Gebäudetechnik auswirken.

Jens J. Wischmann, Geschäftsführer VdZ / VDS, sagt: „Das Geschäftsklima hat sich nach langer Talfahrt zwar stabilisiert, bleibt jedoch weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Im Sanitärbereich zeichnen sich dabei erste positive Signale ab. Im Heizungssegment lassen steigende Absatzzahlen bei Wärmepumpen zwar Hoffnung auf eine Marktbelebung aufkommen, doch eine wirkliche Absatzwende ist bislang nicht in Sicht. Für eine nachhaltige Erholung braucht die Branche zusätzlich starke Impulse aus dem Neubau sowie ein konsequentes Auflösen des Sanierungsstaus.“

Dokumente

2025_Q2: Grafik „Tachos SHK-Konjunkturbarometer“
2025_Q2: Grafik „Wirtschaftsbereich gesamt“ SHK-Konjunkturbarometer
2025_Q2: Grafik „Geschäftsklima im Vergleich“ SHK-Konjunkturbarometer
2025_Q2: Grafik „Geschäftsklima nach Produktbereichen“ SHK-Konjunkturbarometer

Foto Jens J. Wischmann | Foto: VdZ/Viviane Wild

Die Details zum aktuellen Konjunkturbarometer sowie alle relevanten Informationen zu älteren SHK-Konjunkturbarometern finden Sie unter www.vdzev.de/branche/konjunkturbarometer

Pressekontakt
Stefanie Bresgott
Bereichsleitung Kommunikation und Marketing | VdZ e.V.
stefanie.bresgott@vdzev.de
Tel. 030 / 27874408-22

VdZ – Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie e.V. und VDS – Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V.

Die VdZ vertritt die Interessen der dreistufigen Wertschöpfungskette der Gebäude und Energietechnik: Industrie, Großhandel und Installationsgewerbe. Die VDS ist der Dachverband der deutschen Unternehmen im Bereich Bad und Sanitär. Beide Verbände sind Träger der Weltleitmesse ISH in Frankfurt. Der Wirtschaftszweig Haus- und Gebäudetechnik umfasste 48.900 Unternehmen mit 539.500 Beschäftigten und einem Branchenumsatz von 77,1 Milliarden Euro im Jahr 2024 (Stand Februar 2025).