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Pressemitteilungen

Verunsicherung bei Verbrauchern führt zu hoher Stornierungsquote

Berlin, den 13.05.2024. In der aktuellen Erhebung des SHK-Konjunkturbarometers zum ersten Quartal 2024 berichten 84,3 % der befragten Industrieunternehmen und Großhändler von verschobenen oder stornierten Projekten ihrer Kunden. Der Wert liegt leicht über dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum ersten Quartal des Jahres 2022 ist die Stornierungsquote um über 20 % gestiegen (2022: 60 %).

Die Unternehmen berichten vor allem von Projektverschiebungen im Wohnungsbau, sowohl bei privaten als auch bei institutionellen Bauherren. Die Einschätzung der Befragten deckt sich mit der Entwicklung der Baugenehmigungen im Jahr 2023. Hier zeigten sich ebenfalls deutliche Rückgänge sowohl im Wohnbau als auch im Nichtwohnbau, die zu weniger Projekten bzw. Fertigstellungen im Jahr 2024 führen werden. Auch die Realisierungsquoten von genehmigten Projekten haben sich in der aktuellen Neubaukrise reduziert.

Jens J. Wischmann, Geschäftsführer VdZ und VDS, sagte: „Die Stornierungsquote privater Auftraggeber ist in den letzten zwei Jahren um 45 % gestiegen. Dies zeigt, wie groß die Verunsicherung bei den privaten Bauherren ist. Die Verbände der Haus- und Gebäudetechnik werden in den nächsten Monaten verstärkt in die Verbraucherkommunikation einsteigen und versuchen, die Irritationen, die durch die politische Diskussion um das Heizungsgesetz und das Förderwirrwarr entstanden sind, zu beseitigen.“

Herausforderungen für Unternehmen im Wirtschaftsbereich

Als die größten Herausforderungen für Unternehmen im Wirtschaftsbereich gaben die Befragten an, dass die unsichere Entwicklung im Objektgeschäft (71 %) und bei Privatkunden (69 %) an. Knapp zwei Drittel der Unternehmen nennen zudem Unklarheiten bei den gesetzlichen Vorgaben als Herausforderung (64 %). Während steigende Rohstoff- und Materialkosten im Gegensatz zu den Vorjahren in den Hintergrund (32 %) rückten, sehen sich die mit steigenden Lohn- und Arbeitskosten (60 %) konfrontiert.

SHK-Konjunkturbarometer 1. Quartal 2024 und Prognose weiterer Jahresverlauf

Das SHK-Konjunkturbarometer lag im ersten Quartal 2024 im negativen Bereich. Für den weiteren Jahresverlauf prognostiziert das mit der Erhebung der Konjunkturdaten beauftragte Institut B+L einen weiteren deutlichen Rückgang der Neubauinvestitionen und -fertigstellungen. Im Sanierungsbereich rechnet B+L mit einer leichten Marktbelebung. Befragungen von Eigenheimbesitzern und Unternehmen der Wohnungswirtschaft deuten auf eine steigende Sanierungstätigkeit hin. Dies könnte zu einer Entspannung im Sanitär- und Installationsbereich führen, wenn aufgeschobene Maßnahmen nachgeholt werden.

Die Details zum aktuellen Konjunkturbarometer sowie alle relevanten Informationen zu älteren SHK-Konjunkturbarometern finden Sie unter www.vdzev.de/branche/konjunkturbarometer

Dokumente
2024_Q1: Grafik Sonderfragen SHK-Konjunkturbarometer Q1_2024
Pressefoto Jens J. Wischmann | Foto: VdZ/Viviane Wild
Pressemitteilung als PDF

Pressekontakt
Stefanie Bresgott
Bereichsleitung Kommunikation und Marketing
VdZ e.V.
stefanie.bresgott@vdzev.de
Tel. 030 / 27874408-22

VdZ – Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie e.V.
Die VdZ setzt sich für eine nachhaltige und energieeffiziente Gebäudetechnik ein. Die Mitglieder stellen Techniken und Maßnahmen für die wirtschaftliche, energetische Modernisierung von Gebäuden bereit und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Energie- und Klimaziele. Der Branchenverband vertritt die Interessen der dreistufigen Wertschöpfungskette der Gebäude und Energietechnik: Industrie, Großhandel und Installationsgewerbe. Dazu zählen 49.800 Unternehmen mit 543.000 Beschäftigten und einem Branchenumsatz von 74,4 Milliarden. Das Kürzel VdZ bezieht sich auf den Ursprungsnamen „Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft“. Der Verband existiert bereits seit 1963 und ist seit 1967 einer der Träger der Weltleitmesse ISH in Frankfurt.

Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V. (VDS)
Die VDS ist der Dachverband der deutschen Unternehmen im Bereich Bad und Sanitär mit 8 Mitgliedsverbänden aus Industrie, Fachgroßhandel und Fachhandwerk. Die VDS vertritt dabei die gemeinsamen Interessen der Mitglieder in der Öffentlichkeit, besonders durch eine umfassende PR- und Öffentlichkeitsarbeit für den Lebensraum Bad. Neben der gesteigerten Nachfrage nach individuellen und zunehmend auch altersgerechten Lösungen wird die Branche mit smarter Sanitärtechnik, modernster Wasser(spar)technologie sowie fachgerechter Installation ebenfalls ihrer Verantwortung für nachhaltige Ressourcenschonung gerecht.

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