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VdZ-Plattform HEIZUNGSlabel startet erfolgreich auf der ISH 2015

Knapp über 200 Teilnehmer verfolgten am Vorabend zur ISH 2015 mit großem Interesse die Statements der Vertreter von Großhandel, Industrie, Handwerk und Politik.

Der VdZ-Präsident Hermann W. Brennecke und Geschäftsführer Dr. Michael Herma begrüßten die Gäste mit Stellungnahmen zur aktuellen politischen Lage. „Man warnt vor Attentismus, verstärkt ihn aber durch Ankündigungen, welche am Ende wieder nicht umgesetzt werden“, so Brennecke. Herma sieht nach dem erneuten Scheitern der steuerlichen Förderung nun den Ball im Feld der Branche:
„Wir können uns auf verlässliche Rahmenbedingungen der Politik nicht verlassen, die Hersteller haben ihre Hausaufgaben gemacht, jetzt muss das Bewusstsein der Kunden für Energieeffizienz
gesteigert werden. Die Plattform HEIZUNGSlabel wird dazu einen wichtigen Beitrag leisten“.

Nach diesen einleitenden Worten stellte Frank Kny von der ARGE Neue Medien den interessierten Gästen ausführlich die Funktionsweise der Plattform vor. Manfred Stather, Präsident des ZVSHK folgte mit dem Appell an die Hersteller, sich bei HEIZUNGSlabel zu beteiligen und betonte mit drastischen Worten, wie die Plattform die Planungshoheit des Handwerks bewahrt: „Die von der EU angedachte händische Berechnung wäre für individuell zusammengestellte Heizungsanlagen einem Todesstoß gleich gekommen.“

Neben dem Handwerk sehen auch Großhandel und Industrie in der VdZ-Plattform einen absoluten Mehrwert. Dr. Hans Henning, Geschäftsführer des DG Haustechnik, dankte dem Spitzenverband VdZ für die Projektarbeit zu diesem wichtigen Thema. Georg Rump, Geschäftsführer der Firma Oventrop, wertete HEIZUNGSlabel ebenfalls als sehr wertvolles Tool, insbesondere für die
Komponentenhersteller. Matthias Moser vom Bundesverband Bausoftware betonte die Wichtigkeit einer vollständigen Datenbank, um das Handwerk mit den korrekten Daten zu versorgen. Die
Softwareanbieter des BVBS werden ausschließlich auf die Datenbank von HEIZUNGSlabel zurückgreifen und die kaufmännische Software über Updates mit dieser neuen Funktion versorgen.
Jörg Mayer, Geschäftsführer vom Bundesverband Solarwirtschaft, folgte mit der Vorstellung eines neuen EU-geförderten Projektes mit Partnern in sechs Ländern: „In den kommenden Monaten
werden wir Handwerker über das Labeling aufklären und über die Vorteile von Solarthermie innerhalb des Verbundanlagenlabeling informieren.“

Mit anerkennenden Worten für die frühzeitige Umsetzung der neuen Verbrauchskennzeichnungsrichtlinie schloss Paul Hodson, Abteilungsleiter bei der Generaldirektion Energie der EU-Kommission, den offiziellen Teil des Abends. Alle relevanten Stakeholder seien ins Boot geholt worden – damit verdanke Deutschland der VdZ-Plattform HEIZUNGSlabel in der EU eine Vorreiterrolle.
Eine weitere Herausforderung der VdZ-Projektarbeit wird nun die Ausweitung der Plattform auf europäischer Ebene. „Es wurden bereits viele Gespräche mit den Interessenten aus europäischen Ländern geführt. Hier scheint noch Hilfestellung bei der Implementierung notwendig zu sein“, so Kerstin Vogt von der VdZ.

Das Interesse an der Plattform setzt sich am gut besuchten Messestand fort. Hersteller informieren sich über die technische Umsetzung der Dateneinspeisung, Handwerker und Großhändler lassen sich die Funktionsweise der Erstellung eines Verbundanlagenlabels auf www.heizungslabel.de erklären. Dabei werden viele Ängste angesichts der Einführung der Labeling-Pflicht ausgeräumt.

Pressemitteilung als PDF

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