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Haus- und Gebäudetechnikbranche 2021 weiter auf Erfolgskurs

SHK-Konjunkturbarometer zeigt anhaltendes Wachstum des Wirtschaftsbereiches und wird ab sofort durch wechselnde Sonderfragen ergänzt.

Berlin, den 23.07.2021. Im 2. Quartal 2021 erreicht das Geschäftsklima der Haus- und Gebäudetechnikbranche laut SHK-Konjunkturbarometer einen neuen Höchstwert. Das Geschäftsklima setzt mit klar positiver Einschätzung zur Geschäftslage und zur Geschäftserwartung für das dritte Quartal die positive Entwicklung weiter fort. Somit ist die SHK-Branche nach wie vor besser in das Jahr 2021 gestartet als die deutsche Gesamtwirtschaft.

Erstmals wurden Sonderfragen zu den aktuellen Entwicklungen der Lieferschwierigkeiten und Materialengpässen in den Bericht aufgenommen. Die Unternehmen der Branche wurden zu diesem Thema in der Erhebung zum 2. Quartal um ihre Einschätzung der aktuellen Situation gebeten.

Bereits im ersten Quartal lag das Geschäftsklima der Branche klar über dem ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft. Dieser Positivtrend ist auch im 2. Quartal 2021 ungebrochen und zeigt damit, dass sich die Entwicklung des Wirtschaftsbereiches im Jahr 2020 von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt hat. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle SHK-Konjunkturbarometer von VdZ und VDS. Das SHK-Konjunkturbarometer bildet die Gesamtlage der Branche ab und gibt Auskunft über die aktuelle Geschäftslage und die Geschäftserwartungen der befragten Unternehmen.

Der Saldo aus positiven und negativen Antworten für das aktuelle Geschäftsklima des 2. Quartals 2021 lag auf der Skala von -100 bis +100 mit +50 im klar positiven Bereich. Die befragten Unternehmen sehen auch weiterhin optimistisch auf das neue Quartal. Ihre Erwartungen lagen bei + 25 und damit über den Erwartungen des gesamten letzten Jahres.

Branchenerwartungen im Überblick

Die Erwartungen im 2. Quartal der SHK-Branche übertrafen die Erwartungen des Jahres 2020 deutlich. Innerhalb der drei Branchenbereiche Industrie, Großhandel und installierende Unternehmen ist das Geschäftsklima weiter positiv und in allen drei Bereichen auf einem ähnlich hohen Niveau.

Industrie

Das Geschäftsklima der Industrieunternehmen steigt im Vergleich zum Vorquartal um +16 auf einen Saldo von +47 im 2. Quartal 2021. Auch der aktuelle Auftragsbestand wird deutlich positiver bewertet als noch im 1. Quartal. Die Erwartungen an den Auftragsbestand für das kommende 3. Quartal liegen hingegen in etwa auf dem Niveau der Vorquartale.

Großhandel

Mit + 54 stieg das Geschäftsklima im 2. Quartal 2021 auch im Bereich Großhandel und lag weiterhin im deutlich positiven Bereich. Besonders in den Bereichen Heizung und Installation wird das Geschäftsklima positiv bewertet. Auch der Bereich Sanitär liegt mit +44 auf hohem Niveau. Die aktuelle Geschäftslage steigt auf sehr positive +88. Eine positive Entwicklung wird auch in den Beschäftigtenzahlen des kommenden Quartals erwartet.

Installierende Unternehmen

Im 2. Quartal 2021 bewerten die installierenden Unternehmen die aktuelle Geschäftslage sowie die Erwartungen an die künftige Geschäftslage positiv. Die aktuelle Geschäftslage wird dabei deutlich positiver eingeschätzt als die Erwartungen an das nächste Quartal. Das Geschäftsklima für die installierenden Unternehmen steigt weiter auf ein hohes Niveau von +49. Der durchschnittliche Auftragsbestand der befragten Unternehmen liegt bei 14,6 Wochen und damit auf (deutlich) höherem Niveau als in den vergangenen Jahren.

Produktbereiche im Vergleich

Der Positivtrend im Bereich Heizung konnte auch im 2. Quartal weitergeführt werden. Das Geschäftsklima im Bereich Heizung liegt wieder auf etwas höherem Niveau als die Bereiche Sanitär und Lüftung / Klima. Der Bereich Lüftung / Klima hat sich seit dem 2. Quartal 2020 stark entwickelt und zeigt im 2. Quartal 2021 eine deutliche Verbesserung des Geschäftsklimas. Aktuell liegen damit alle drei Produktbereiche auf vergleichbarem Niveau. „Die Erwartungen der Branche im Bereich Heizung aus dem 1. Quartal haben sich bestätigt. Besonders erfreulich ist die sehr positive Entwicklung im Bereich Lüftung/Klima, die die Bedeutung der Technik für die Pandemiebekämpfung deutlich macht. Beide Wirtschaftsbereiche haben sich auch unter den erschwerten Bedingungen der Pandemie fortlaufend stark entwickelt und blicken positiv auf die kommenden Monate.“ sagt Kerstin Stratmann, Geschäftsführerin VdZ.

Der Bereich Sanitär setzt seinen Aufwärtstrend der zurückliegenden Quartale weiter fort. Im Vorquartalsvergleich wurde das Geschäftsklima erneut sehr positiv bewertet. „Besonders erfreulich: Nach der schwachen Entwicklung des Auslandsgeschäfts im Jahr 2020 zeigt sich endlich wieder eine deutliche Verbesserung des Auslandsgeschäftsklimas. Bei der Lieferfähigkeit sind zwar besonders die Installationsprodukte zurzeit nach Angabe der Hersteller eingeschränkt, bei Sanitärarmaturen, Sanitärkeramik, Badewannen und Duschen hingegen kann aber derzeit nicht von einem allgemeinen Lieferengpass gesprochen werden. Dennoch muss auch in den kommenden Monaten mit einer grundsätzlichen angespannten Situation gerechnet werden, die sich leider nicht so schnell entspannen wird.“, sagt Jens Wischmann, Geschäftsführer VDS.

Sonderfrage zu Materialengpässen und Lieferfähigkeit

Wie andere Wirtschaftsbereiche war auch die Haus- und Gebäudetechnik im 1. Halbjahr 2021 von Materialengpässen und Preissteigerungen betroffen. Zur Einschätzung der aktuellen Entwicklung durch die Unternehmen wurden im aktuellen SHK- Konjunkturbarometer Zusatzfragen zu dieser Thematik gestellt. 61,5% der befragten Unternehmen gaben für das 2. Quartal 2021 an, dass in den vergangenen Monaten Engpässe bei Rohstoffen oder sonstigen Produkten beobachtet wurden und eine ähnliche Entwicklung auch für das kommende Quartal erwartet wird.

Zum SHK-Konjunkturbarometer

Das SHK-Konjunkturbarometer bildet die konjunkturelle Entwicklung der Unternehmen im Wirtschaftsbereich Haus- und Gebäudetechnik ab. Im Auftrag von VdZ und VDS erstellt die

B+L Marktdaten GmbH vier Mal pro Jahr die Berichte zum SHK-Konjunkturbarometer. Das SHK-Konjunkturbarometer wird quartalsweise veröffentlicht.

Die Datengrundlage des SHK-Konjunkturbarometers setzt sich aus Primärerhebungen (Onlinebefragung und Telefoninterviews) sowie aus Primärdaten des Konjunkturpanel des ZVSHK zusammen. Zusätzlich fließen ausgewählte Indikatoren zur Bauwirtschaft und zur allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in den Bericht ein. Die Einschätzung der Unternehmen wird in Form von Salden dargestellt. Salden stellen die Differenz der positiven und negativen Antworten auf einer Skala von – 100 bis + 100 dar.

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